Das erste Geschäftshalbjahr 2025 nähert sich dem Ende. Die Prognosen, ob man das Jahresziel erreichen wird, werden immer konkreter. Forecasts werden gegebenenfalls angepasst. In einigen Unternehmen finden Halbjahrestagungen statt, Führungskräfte führen die Halbjahresgespräche mit den Mitarbeitenden ihrer Teams.
Führungskräfte….
In den letzten 6 Monaten konnte man in diverse Anregungen, Beiträgen, Essays und Posts lesen, was eine gute Führungskraft ausmacht, was sie an Führungs-Skills mitbringen sollte, was sie vermeiden sollte, worauf sie sich konzentrieren sollte. Dabei wurde in meiner Wahrnehmung die sogenannte Führungskraft sehr oft auf das Führungslevel First-line Management begrenzt.
Wie wird konkret der Terminus Führungskraft definiert, habe ich mich gefragt?
Eine Führungskraft ist eine Person, die die Verantwortung für die Leitung und Steuerung eines Teams, einer Abteilung oder einer Organisation trägt…
[Quelle: https://www.lexware.de/wissen/unternehmerlexikon/fuehrungskraft/];
Das würde bedeuten, dass zu dieser Gruppe alle Personen mit Führungsverantwortung von der Regionalleitung bis hin zur Geschäftsführung gehören – genau genommen bis hin zur CEO-Ebene.
Wer auch immer eine solche Führungsposition bekleidet – was ist eigentlich eine gute Führungskraft? Und wer beurteilt das? Welche Eigenschaften, Kompetenzen, Wissen und Erfahrungen sollte dieser Mensch mitbringen, um beurteilen zu können, ob jemand eine gute Führungskraft ist? Die Antwort kenne ich nicht – doch gibt es aus meiner Sicht eigene zielführende Mechanismen, um herauszufinden, ob man sich mit seinem eigenen Führungsstil auf einem guten und erfolgreichen Weg befindet.
Ich selbst habe mir die Frage gestellt, was meine Erwartungen an meine Vorgesetzten waren, und ob diese Erwartungen erfüllt wurden. Wie hat mich meine Führungskraft motiviert und wo enttäuscht. Und gleichermaßen sollte man sich die Frage stellen, ob man selbst in der Lage ist und es anstrebt, die Erwartungen, die man derzeit an seine Vorgesetzten gestellt hat, in den eigenen Führungsstil einzubauen. Wenn das Gleichgewicht von Authentizität, Empathie, Wertschätzung und Respekt stimmt – warum eigentlich nicht.
Und nach der Selbstreflexion kommt man dann zu der entscheidenden Frage an seine Mitarbeitenden und an seine eigene Führungskraft: „…erfülle ich eure Erwartungen als Vorgesetzter, als Team Lead, als Coach, als Mentor als Sparringspartner…“ – unabhängig davon, in welcher Führungskraft-Position im Unternehmen man sich befindet.
Die Antworten können motivieren, verunsichern, verärgern, erfreuen – mit Sicherheit werden sie aber dazu beitragen, das eigene Führungsverhalten zu hinterfragen, vielleicht zu modifizieren, neue Perspektiven einzunehmen.
Diese Herangehensweise zeugt von Vertrauen, das man Mitarbeitenden und Vorgesetzten gleichermaßen entgegenbringt und trägt automatisch zu einer wertschätzenden Kultur im Unternehmen bei.
Ich wünsche allen schöne und entspannte Sommer-Momente … ob auf einem Musikfestival, in der Natur oder am Wunschort.
